PLANUNGSWETTBEWERB KINDERGARTEN UND GRUNDSCHULE RIFFIAN - SPESENVERGÜTUNG

2014

Das Projekt sieht die Entwicklung des Wettbewerbsthemas anhand einer Restaurierung des bereits vorhandenen Volumens sowie der Errichtung eines neuen Gebäudes vor. Die beiden Bauwerke präsentieren sich gleich einer typologischen Neuinterpretation zweier Doppelhaushälften, mit gleichen Proportionen und Ausrichtungen, aber unterschiedlich im Hinblick auf die verwendeten Materialien. Die Entscheidung, den neuen Kindergarten in einem kompakten, zweigeschossigen Körper unterzubringen, hat sich als eine sehr strategische Lösung erwiesen, sowohl, was die daraus resultierende Reduzierung des benötigten Baugrundes mit einer damit verbundenen Kosteneinsparung sowie einer vorteilhafteren Verfügbarkeit an Außenflächen betrifft, als auch im Hinblick auf die Angleichung der unterschiedlichen Hanglagen. Das neue Volumen befindet sich im Süden der Sporthalle, übernimmt deren Linienführung und ist mit dieser durch ein Element aus Glas verbunden; dieses beherbergt die innere Anbindung des Kindergartens und garantiert der Sporthalle wie auch dem darunter liegenden Geschoss natürliches Tageslicht. Im neuen Gebäude ist darüber hinaus auch das Verbindungswegsystem aller Ebenen - vom Parkplatz bis zur Sporthalle - untergebracht. Man hat sich dafür entschieden, sowohl im Rahmen der Renovierung des bestehenden Gebäudes als auch im Zuge der Errichtung des Neubaus eine gemeinsame Sprache zur Anwendung zu bringen, damit sich der Schulkomplex nach Fertigstellung der beiden letzten Phasen in einer offensichtlichen, einheitlichen Wesensgleichheit präsentiert. Beide Gebäude atmen die Identität des Ortes ein und unterziehen deren morphologische Charakteristika einer Neuinterpretation.

Eissportanlage Brunneck. Neubau - Besondere Erwähnung

2014

Der Ort, also das Pustertal und insbesondere Bruneck, stellt seit jeher eine Stätte des Austausches und des Aufeinandertreffens dar, und insofern erscheint auch der für den Bau der Eissporthalle bestimmte Platz auf den ersten Blick als natürlicher Treffpunkt von Berghängen, Trassen und Wasserläufen. Im Projekt wird das Thema des Aufeinandertreffens metaphorisch verstärkt von der Einladung, sich durch den ebenen Bereich über eine große Rampe in die Höhle zu begeben. Das Volumen, welches aus dieser hervor ragt, komplex, aber nicht kompliziert, stellt die oberirdische Seite der Sportanlage dar und präsentiert sich gleich einem großen steinernen Block, der in das Gebirgsmassiv eingefügt ist und über eine vage tierische Morphologie verfügt. Weiter unten wird die Felsformation hingegen von einer durchlaufenden Platte überquert, welche von Mal zu Mal entweder Stadtplatz, offener Eislaufplatz oder geschlossene Eisbahn wird. Der schräg verlaufenden Platz wie auch die beiden Bahnen befinden sich in physischer wie visueller Kontinuität und sind mit diversen Übergangsstellen und transparenten Wänden versehen, welche die unterschiedlichen Teile voneinander trennen. Wenn man die Anlage betritt, hat man keinen unmittelbaren Blick auf die Bahn, weil diese von den Tribünen abgeschirmt ist, wodurch ein Überraschungseffekt geschaffen wird, sobald der Besucher den Zugangsweg durchschritten hat und die Höhle in ihrer Gesamtheit zu erkennen vermag.

Neuer Sitz des IPES, Bozen - SPESENVERGÜTUNG

2014

Das Projekt sieht ein kompaktes und homogenes Gebäude vor, das sich auf der Parzelle wie eine hofartige Anlage artikuliert und von einem monolitischen Fundament charakterisiert wird, welches sich wie ein Band um das Umfeld schlängelt, dabei die Zutrittsbereiche definiert und sich mit den Fundamenthöhen der umliegenden Gebäude, welche an die Höfe des Littorio-Viertels anschließen, in Beziehung setzt. Die Fassaden sind derart gestaltet, dass sie dem Flexibilitätsanspruch des gesamten Raumes, den ein Gebäude dieser Größenordnung und mit diesen Funktionen erfordert, entsprechen. Die Verkleidung aus Faserzementplatten mit hoher Energieeffizienz sowie die Fensteröffnungen, die über die selben Maße verfügen, verleihen der Fassade, welche sich nach oben zu immer weiter öffnet und dadurch die Einsicht in die umliegenden Häuser verringert, eine neue Skansion. Das Band, das sich, bedingt durch die Zunahme an verglasten Teilen, vom Boden zum sechsten Stockwerk hin immer mehr entmaterialisiert, öffnet sich auf den dahinter liegenden Hof über der großen Mehrzweckhalle. Diese gewinnt durch Oberlichter, welche als fünfte Ansicht des Gebäudes gedacht sind, an Prägnanz gewinnt und wird durch drei aus dem Raum emporwachsenden Birken, die den darunterliegenden Büros Schatten spenden, charakterisiert.

Neue Strafanstalt, Bozen – Zweitplatzierter

2014

Das Planungskonzept eines derart spezifischen und komplexen Gebäudes (“Strafvollzugs- und Haftanstalt”) muss die Definition einer technisch-wissenschaftlichen Disziplin enthalten, allerdings getragen von soliden humanistischen Grundlagen, die darauf abzielen, ein von starken Idealen durchdrungenes, funktionales und technologisch effizientes Projekt zu definieren, wobei dessen Umweltverträglichkeit berücksichtigt sowie der hypothetischen Kostenersparnis, was die Bau- und Verwaltungskosten betrifft, Rechnung getragen werden muss; im Mittelpunkt des Ganzen steht dennoch der Mensch mit all seinen ideellen und materiellen Bedürfnissen, selbst wenn dieser unter Einschränkung seiner individuellen Freiheit leben muss. Ein großes Projekt einer Haftanstalt wie das neue Gefängnis stellt in erster Linie ein kulturelles Projekt dar, mehr noch als ein technisches, gesellschaftliches oder verwaltungsmäßiges Projekt. Es muss eine starke Zeugungskraft besitzen, die dazu befähigt ist, sich mit einem Ort sowie der gesamten ansässigen Gemeinschaft zu identifizieren. Eine starke Architektur als Symbol eines Territoriums und einer besonderen Identität der Wertigkeiten.

Projekt für die Neuorganisation und Erweiterung der Grundschulen, Salurn - 2.Preis

2013

Das Projekt-Areal befindet sich am Rande der Altstadt von Salorno und verbindet die Strasse vom Kirchplatz zum Friedhof mit dem Zahlhaus, wo seinerzeit der Zehent für die Schlossherren abgeliefert wurde. Das Projektkonzept entwickelt sich ausgehend von der Interpretation zweier Elemente, die bereits auf den ersten Blick als starke Charakteristika der Umgebung ins Auge stechen: die Mauern und die Höhenunterschiede. Analog dazu fungieren die Mauern im Projekt zu Schöpfern von Innen- und Aussenräumen. Im Inneren enthalten sind unterschiedliche Funktionen, etwa Treppenaufgänge, Lifte, Bar, Küche, Sanitärräumlichkeiten und Anlagen, dazu kommen Sitzgelegenheiten, die sich in Nischen des Foyes, auf der Terrasse oder in von der Brüstung abgerungenen Einschnitten befinden. Der freie Raum hingegen ist für Aktivitäten im Saal, auf der Bühne, im Foyer sowie für die Wegstrecken bestimmt. Zudem hat man sich für eine Nutzung der Neigungen entschieden, um den Gesamteindruck des neuen Gebäudes etwas zu mildern, denn obwohl der Bau teilweise die Höhe der Mauern überragt und insofern seine Bedeutung als öffentlicher Raum unterstreicht, präsentiert er sich insgesamt eher diskret, ist teilweise sogar unter der Erde verborgen und verbindet dank einer Reihe von bewusst angelegten Niveauunterschieden die Strasse mit den unteren Parzellenbereichen. Die zwei wendeltreppenartig gewundenen (innen und aussen) Wege schlingen sich um sich selbst, umarmen einander und erhöhen das Volumen des Saals auf der Suche nach einer neuen Zentralität, wobei sie den Besucher im Innern des Auditoriums oder auf dem darüber liegenden Platz auf natürliche Weise begleiten.

Planungswettbewerb für die Neugestaltung des Universitätsplatzes, Bozen - 3. Preis ex aequo

2013

Das Projekt möchte durch die Verwendung eines einzigen Materials, dem bereits in beträchtlichem Umfang vorhandenen Porphyrs, dem gesamten Platz erneut ein einheitliches Erscheinungsbild verleihen, welches funktionale Barrieren ebenso überwindet wie Höhenunterschiede und derart die Geometrie des Orts rekonstruiert. Um die Rolle der Universität als einen Ort der Verbindung und des übergangs zum umliegenden Häuserblock zu verstärken, muss sich der auf den Haupteingang des Gebäudes gerichtete Teil in einer Kontinuität mit dem Inneren befinden. Aus diesem Grund werden Abhänge und Neigungen eliminiert, wodurch der Platz zu einer natürlichen Erweiterung der Halle wird. Als Querschnitt gesehen fällt die zweifache Kontinuität mit der Universität und der Stadt sowie die wechselseitigen überschneidungen der beiden noch um Einiges mehr auf. Die Kreuzung zwischen der schrägen Linie vom Gefälle der Sernesistrasse und jener des Niveaus des internen Erdbodens, die sich nun auf dem ebenen Platz fort setzt, verstärkt den urbanen Bezug der ins Spiel gebrachten Elemente noch weiter.

Neugestaltung des Silvius-Magnago-Platzes, Bozen - SPESENVERGÜTUNG

2012

Mehr als ein wirklicher städtischer Platz präsentiert sich der Magnago-Platz als Ehrenhof, als eine Art "Hauptschiff" einer laizistischen Basilika, nicht verschlossen, aber notwendigerweise reserviert. Die Projekthypothese versucht, diese unterschiedlichen Aspekte zu verbinden: auf der einen Seite die Form eines urbanen Raums sowie die Verbindung zwischen den einzelnen Orten der Politik, auf der anderen Seite der einem symbolischen Ort zu verleihende ideale Inhalt. Indem die Morphologie des in Frage stehenden Raums neu definiert wurde, wurde auch versucht, die vorhandenen rigide Symmetrie durch eine Rotation der perspektivischen Achse aufzuheben, wobei auf die Form selbst der Lauffläche eingewirkt und der Fluchtpunkt in Richtung Ausgang des geschlossenen Raumes verlegt wurde. Eine einzige schräge Fläche ohne Auflösung in der Kontinuität, dafür in der Lage, die diversen Höhenlinien der Provinz-Paläste miteinander zu verbinden und dadurch die Rolle einer "urbanen Bühne" zu übernehmen. Der Platz dringt Tag und Nacht ins Bewusstsein und nimmt dabei unterschiedliche Charaktere an. Wenn die destrukturierte schräge Fläche am Tag ihre gesamte poetische Räumlichkeit ausdrücken kann, indem sie die verschiedensten Grautöne ans Licht bringt, welche sich durch den unterschiedlichen Lichteinfall gegenseitig bestimmen, so kreieren die leuchtenden Segmente in der Nacht Widerspiegelungen zwischen den einzelnen Gebäuden, indem sie eine Art durchgehenden Faden schaffen, der die diversen Gebäude der Provinzverwaltung verbindet und zusammen hält, ein leuchtender Weg, der das Ganze wie in einer Komposition abstrakter Kunst umfängt.

Musikschule, Bruneck

2012

Das neue Gebäude der Musikschule erstreckt sich mit seiner Nord-Süd-Achse über die gesamte Bauparzelle, wodurch es den Anschein eines in die Erde "gesteckten" Musikinstrumentes erweckt, das an einen "Klangkörper" erinnert, welcher dem didaktischen Zyklus der Musik neue Bedeutsamkeit verleiht und auf kognitive Art und Weise versucht den Menschen mit der real existierenden Welt zu verbinden. Das Gebäude gleicht einem "neuen Musikinstrument", das mit Vehemenz in den Boden gerammt wurde und dessen Form von harmonischen Wellen der Musik, die jede Oberfläche des Bauwerkes modelliert und poliert, gestaltet wird. Das neue Haus der Musik stellt zudem durch die musikalische Harmonie eine ideale Brücke, ein übergangselement zwischen dem primitiven und dem kulturell entwickelten Menschen dar. Und diese ideale "Zither" (ein beinahe verschwundenes Musikinstrument, das zur Gruppe der Saiteninstrumente zählt und im Bereich der Alpen verwendet wird) stellt etwas dar, das man in seiner einfachen Perfektion nicht kennt, das man aber unbedingt spielen möchte. Es ist das für jeden Musiker perfekte Instrument; ein Instrument das sich jedem unterwirft, der es erlernen will und dessen Gebrauch und Studium für Jeden eignet, der es probieren oder besser gesagt erleben will.

Wettbewerb Landhaus Bozen

2011

Das neue Landhaus wird in Nähe des Zugbahnhofes und angrenzend an die Bozner Altstadt aufgebaut. Diese Lage ist strategisch und vorteilhaft, da sich in der Nähe, wie bereits eingangs erwähnt, die anderen Bauwerke der Landesverwaltung befinden. Auf diese Weise konkretisiert sich der Gedanke eines Stadtteiles der Verwaltungsautonomie Für die Definition dieses neuen Verwaltungsviertels ist unseres Erachtens ein starkes städtebauliches Zeichen notwendig der Zeichen des Mittelpunktes des Stadtteiles wird.

Umbau und Erweiterung des Schülerheimes ’Waldheim’, Bruneck

2009

Das Wettbewerbsgrundstück, befindet sich in einsamer Lage auf einer, von der Stadt aus, gut sichtbaren Erhöhung am süd-westlichen Rand der Stadt Bruneck. Die Umwelt in der betroffenen Zone ist qualitativ hochwertig und bietet einen wunderbaren Ausblick in Richtung Tal.Die kompakte und gedrungene Lösung für die Erweiterung des bestehende Gebäude von der 60r, hat eine positive Wirkung auf die Umgebung und verleiht dem Gebäudekomplex eine neue morphologische Form. Dies hat man zusätzlich zur Aufstockung als Ersatz des Dachbodens, auch durch die Einhausung des alten Gebäudes erreicht. Die Verankerung des neuen Gebäudemantels an den Aussenkanten der bestehenden Balkone schafft somit neue Flächen für die Zimmer und verleiht dem Gebäude ein neues architektonisches Bild.Auf einfacher und virtuoser Weise hat man eine grosse Erweiterung des Gebäudes und eine neue architektonische Idee geschaffen: Zwei, sich durchdringende Quadern, die fast eine moderne, zur Stadt hin offene Festung schaffen.Die neuen Fensterflächen befinden sich in der neuen Gebäudehaut, wobei die alte Fassade kaum verändert wird. Somit ist die Benutzung der Zimmer auch während der Bauarbeiten möglich.

Neues Schulzentrum von Vignola (VR)

2008

Die Parzelle befindet sich in der Peripherie und liegt quasi in einem Keil, der durch das Zusammentreffen zweier Strassen entsteht, welche den Ort des Bauvorhabens hinsichtlich der zu erwartenden Lärmbelästigung benachteiligen. Diese Bedingungen haben auf das Gesamtbild des Gebäudes Einfluss genommen: die natürliche Konsequenz für das Projekt bestand also in der Schaffung eines erodierten Hügels, welcher den gesamten Schulkomplex umfasst, die Innenseite der Parzelle jedoch offen und aufgesprungen belässt. Die kompositorische Handlung besteht darin, aktiv-informale Leerstellen zu erlangen, welche fähig sind, die Materie in einem Prozess räumlicher Substraktion zu modellieren sowie Fülle und Leere in gegenseitiger Spannung zu kreieren, um dem gesamten Organismus Leben zu verleihen, wobei die eine die Ausdehnung der anderen definiert. Eine Architektur, die vom Wunsch bewegt ist, den geringstmöglichen optischen Druck auf das umstehende Szenarium auszuüben, macht sich nahezu unsichtbar, indem sie osmotisch mit dem Platz verschmilzt, durch das Künstliche eine Zugehörigkeit zum Ort selbst simuliert und sogar einen kleinen "gespaltenen" Hügel schafft, auf dem die Spuren des aufwändigen Subtraktionsprozesses sichtbar bleiben. In diesem Sinn ermöglicht der Akt, die Architektur unter die Erde zu verlegen, indem der grössere Teil der Kubatur unterirdisch vorhanden ist, eine Landgewinnung zu anderen Zwecken, etwa den Bau von oberirdischen Geschossen, die zu Gärten oder neuen Plätzen werden können. Mit Giampaolo Maschi.

Dienstleistungszentrum am Rennweg, Meran

2008

Der Komplex öffnet sich und streckt sich im Bereich der Büroareale sowie der für den Publikumsverkehr eingerichteten Räumlichkeiten in Richtung Strasse vor, wodurch eine geschlossen wirkende Wand an Gebäuden entsteht, welche die räumliche Zäsur sowohl akzentuiert als auch zusammen fügt und so gesehen den urbanen Strassenabschnitt neu definiert. Das Multiservicezentrum besteht aus zwei L-förmigen Elementen, welche sich in in ihrer Gegensätzlichkeit aneinander vorüber schlängeln, jedoch auf einer gemeinsamen Unterlage ruhen, welche gleichzeitig als strukturelle Stütze wie auch als Verbindungslement dient. Der Eingang zu dem gesamten Komplex führt durch das Gebäude, welches auf den Rennstallweg geht. Dort befindet sich im Erdgeschoss ein grosser öffentlich zugänglicher Schalterraum im Dienste aller Büros, der als Scheidewand fungiert zwischen dem Bereich, der dem Energieunternehmen zusteht und jenem, der für die ASM reserviert und der den Kunden ins Innere der Struktur leitet. Das aus Pilastern bestehende punktartige Gerüst lässt durch die durchscheinende Membran, die dem Raum umfängt, jede Menge Licht ins Innere fallen; ein weiterer Schnitt auf der Abdeckung markiert der öffentlichkeit die äussere Zugangsachse, welche senkrecht zur Strasse verläuft. Mit Studio Lee

Neugestaltung Areal ’Herz Jesu’ Missionshaus, Milland Brixen

2008

Urbanistisch gesprochen, hat man versucht, der vom Auftraggeber ausgesprochenen Notwendigkeit der Realisierung eines "Dorfs im Dorf" zu entsprechen, wobei ein Agglomerat von Häusern mit durchschnittlich kleinen Volumetrien angedacht war, weniger einzelne, gross dimensionierte Einheiten. Daher hat man sich für die Realisierung von neun auf unterschiedlichen Ebenen (in Anbetracht des stark abfallenden Baugrundes) angelegten Terrassierungen entschieden, die in der Lage sind, neun kleine Häuser zu tragen, wobei diese planimetrisch eine Y-Figur bilden, während die Höhen nach oben hin zunehmen und gleichsam eine Verbindung zwischen dem ebenen Ausgangsareal und dem baumbestandenen Ankunftshügel darstellen. Die Herausforderung lag darin, ein aus gleichzeitig unterschiedlichen und dennoch ähnlichen Gebäuden bestehendes "Ensamble" zu bilden, das eine Vielfalt an Formen und Volumen, an Licht und Farben schafft, ohne deshalb in eine verworrene Formensprache oder das für Stadtrandsiedlungen typische Chaos zu verfallen, das sich immer einstellt, wenn diese ohne ohne vollständige Entwurfsplanung vor sich hin gewachsen sind. Das alles unter Beibehaltung einer diskreten typologischen Vielfalt, um jede Wohneinheit an die Bedüfnisse des Benutzers anpassen zu können.

Wettbewerb Ex Alumix- Ex Magnesio Areal, Bozen - 1.Premie

2007

Bei den von diesem Wettbewerb betroffenen Gebieten handelt es sich um Abschnitte der Industriegeschichte, die den Lauf der Zeit beinahe unverändert überstanden haben. architektonische Qualität der bereits vorhandenen Bausubstanz verpflichtet zu einem respektvollen Umgang damit. Der Eingang des ehemaligen Alumix-Komplexes erfolgt durch das ursprüngliche Portal, auf dessen rechter Seite eines der alten Gebäude die Informationsstelle, Konferenzräume, Showroom und die Verwaltung von T.I.S beherbergt. Hat man diese erste Schwelle erst einmal überschritten, befindet man sich im Innern eines Areals, das deutlich vom jenem Gebäude dominiert wird, in dem das Institut für Innovative Technologien untergebracht ist und das sich in einem harmonischen Spannungsfeld mit dem beidseitigen Baubestand befindet. Darunter wurde ein versenkter Platz gegraben, dessen Zugangstreppe - parallel mit den terrassenförmigen Stufen des Freilufttheaters und doch in einer gewissen Verschiebung dazu - der Neigung des darüber liegenden Elementes folgt. Von der geschlossenen Fortführung des oben genannten Platzes gehen die vertikalen Verbindungen mit der erhobenen Struktur aus sowie jene horizontalen mit der T.I.S. Mit Alessandro Stroligo (Chapman Taylor), Mauro Dell’Orco, Andrea Cattacin.

Planungswettbewerb Grundschule und Kindergarten, St.Andrä Brixen

2007

Auf dem von der Ausschreibung betroffenen Gelände befindet sich gegenwärtig ein im Jahre 1978 entworfenes Gebäude, in dem Vorschule, Grundschule und ein Multifunktionssaal untergebracht sind. Die zu erwartende Zunahme an schulpflichtigen Kindern haben die Notwendigkeit einer weitläufigen Erweiterung des bereits vorhandenen Baues mit sich gebracht. Aus finanziellen Gründen hatte der Bauplan der Stadtverwaltung die Beibehaltung des gesamten Baukörpers inklusive Vorschule und Grundschule vorgesehen und die eventuellen durchzuführenden Massnahmen auf ein Mininum beschränkt. Die weiteren Teile hingegen hätten - je nach Notwendigkeit - teilweise oder auch zur Gänze renoviert werden können. Die Zielsetzung bestand jedenfalls in einer möglichst harmonischen Einfügung des Komplexes in die Landschaft. Die gegenüber des davor liegenden Platzes etwas niedriger liegende Mehrzwecksaal wird als gute Gelegenheit eingeschätzt und daher genehmigt.

Erweiterung der Landesberufsschule für das Gastgewerbe "Savoy", Meran

2005

Die Landschaft baut Architektur und Architektur baut wieder Landschaft. In der überzeugung, dass die einzige richtige Art, die Vergangenheit zu respektieren, darin besteht, sie mit unverfälscht Gegenwärtigem zu konfrontieren, stellt sich das neue Gebäude mit einer essentiellen und puristischen Sprache dem klassizistischen Bau der Hotelfachschule gegenüber, in einer immaginären Flucht, die durch die Trauflinie des Daches und den zweigeschossigen Sockel aus Quadersteinen vorgegeben ist. Diese beiden Achsen bestimmen die Ordnung des neuen Gebäudes und bedingen die klare Trennung/ bzw. Versetzung der zwei übereinandergeordneten Baukörper: eine zweigeschossige verglaste Hülle (der neue Sockel), die sich durch ihre transparente Leichtigkeit zum freien und gebauten Raum hin öffnet, und darüber der grüne Kubus "schwebend" wie e in Fragment der Horizontes. Ein Flügel in Richtung des Hauptgebäudes projeziert, freischwebend,...und gleichzeitig die Ballance des auskragenden "grünen" Volumens haltend,...diesen Eindruck erwecken die zwei parallelen Wände aus Naturkupfer, die die Verbindung zwischen dem alten und neuen Gebäude enthalten und durch die Verbindung mit der Freitreppe die Fluchtwege gewährleisten. Mit Studio Lee

Neue Thermische Restmüllverwertungsanlage, Bozen - 1. Preis

2004

Bei der Bewältigung der Planung angesichts der örtlichen Gegebenheit am Eingang der Stadt hat man versucht, so weit wie möglich den Effekt des grossen Industriekomplexes zu vermeiden, vielleicht gar noch mit rauchenden Kaminen und einer bedrohlichen wirkenden Masse im Vordergrund. Aus diesem Grund hat man versucht, wenigstens optisch die grossen Volumetrien, die auf dem Spiel standen, zu vermeiden und dem Ganzen ein mit der Umgebung zusammen hängendes Aussehen zu verleihen, das kaum als “Fabrik” definiert werden kann. Man hat sich dazu entschieden, eine neue Landschaft zu erschaffen, die morphologisch als “künstliche Natürlichkeit” definiert werden kann: eine Art neuer Hügel, derbefähigt ist, sich in die Skyline der umstehenden Berge einzufügen und gleichzeitig von einem wichtigen natürlichen Territorium erzählen kann, indem er Formen, Linien und Farbe hervorbringt, die einen wichtigen Teil des Umweltsystems des Talkessels von Bozen ausmachen. Der Gebäudekomplex besteht zusammenfassend aus zwei grossen Volumina, die den Hauptausrichtungen des Bauloses folgen in Richtung Autobahn auf der einen Seite und entlang des Flusses Eisack auf der anderen. Mit TBF ingegneri, Antonio Ianeselli

Museo della tessitura Soraga (TN) - 1. Preis

2001



Königliche Theater, Kopenhagen

2001

ARNE Da ist ein Eisberg und ein Walfisch auch! BERTEL Wo? ARNE Siehst du nicht hinten, dieser lange weisse Streifen? Das ist sicher ein Wal! BERTEL Bist du verrückt? Schau doch, das ist nur eine Welle. ARNE Jaaa...! Eine gigantische Welle... weiss und unbeweglich.BERTEL Aber bestimmt! Eine Welle aus Eis, die sich an einem Eisberg bricht!ARNE Verzeihung, mein Herr, aber was ist das für ein Ort hier?EIN HERR Das ist das "Haus der Träume".BERTEL Wollen Sie damit sagen, dass das, was wir hier sehen, nicht existiert? All das hier, der ... Eisberg... ist nur ein Traum? Und doch sehe ich diesen Raum hier, kann die Stoffe fühlen und die Düfte riechen. Das ist Glas und das hier Stahl und das Beton.EIN HERR Glas, Stahl und vieles andere noch. All das, was ihr seht, existiert wirklich, aber das ist kein physischer Ort ... das ist ein metaphysischer oder besser noch philosophischer Ort! ARNE Philosophisch?EIN HERR Das ist der Ort der Katharsis, in diesem Haus werden die Leidenschaften geläutert und man versteht die geheimsten Seiten von sich selbst. Manchmal ist die Wirklichkeit nur eine Vorspiegelung und die Vorspiegelung ist das Leben. Es braucht wenig, um Realität und Fiktion zu vermischen und um zu entdecken, dass es ein Leben gibt, das verborgen in uns ruht und auf das wir nur stossen, wenn wir jemand anderer werden.BERTEL Wollen Sie damit vielleicht sagen, dass, wenn jemand sich in sich selbst verloren hat, er sich in diesem Haus ....wiederfinden kann?EIN HERR Selbstverständlich, oder er kann Seiten an sich entdecken, die er noch nicht gekannt hat!POUL: Habt ihr Jungs schon davon gehört, dass sie auf der Mole ein neues, grosses und wunderschönes Theater bauen wollen? ARNE E BERTEL(überrascht) Wirklich!POUL Sie sagen, dass es ein grosses Gebäude sein wird, mit einer weitläufigen Halle und vielen Sälen, voller Technologien und innovativer Materialien.BERTEL (flüsternd) Ein philosophisches Theater mit der Form... einer Welle, die ein auf einem Eisberg gestrandeter Walfisch scheint, mit Pinocchio und vielen weiss gekleideten Männern.

Schulkomplex Don Bosco-Montecassino, Bozen - 1. Preis

2002

Der Schulkomplex Don Bosco-Montecassino besteht aus zwei Schulgebäuden, einer Sportanlage, die auch der Schule zur Verfügung steht sowie aus einem grossen Park-Garten mit Erholungseinrichtungen. Im Inneren des Komplexes befindet sich neben Kindergarten, Kindergrippe und Grundschule auch ein grosser Gebäudekomplex, in dem eine Sporthalle, ein neues Hallenbad und die zugehörigen Nebenräume untergebracht werden können. Entlang der Montecassino-Strasse wurde ein neuer Doppelbau errichtet, der in der Lage ist, die neue Sporthalle, das Hallenbad und die Werkstätten zur Unterstützung der Grundschulklassen zu beherbergen. Zur Realisierung dieses letzten Geschosses, wo sich die neuen didaktischen Räumlichkeiten befinden, wurden die Sportanlagen teilweise unterirdisch angelegt (etwa 3 Meter unter der Beziehungsquote des Terrains), wobei eine gute äussere Sicht und eine ausgezeichnete natürliche Beleuchtung beibehalten werden konnten. Sporthalle und Schwimmbad werden auch von der Stadt und dem Stadtviertel für diverse Sportveranstaltungen, zur Rehabilitation und zu Freizeitzwecken benutzt, was durch das Einfügen eines beweglichen Bodens auf der Gesamtfläche des Beckens ermöglicht worden ist. Das Projekt des Umbaus des Schulkomplexes Don Bosco-Montecassino ist Teil des weiter gefassten Wiedergewinnungsprojekts des Viertels, das von der Stadtveraltung gewollt wurde, um erneut ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Teilen der Stadt herzustellen und um die dichter besiedelten wie auch am Stadtrand gelegenen Viertel aufzuwerten. Mit Andrea Fregoni

Die neue Messe, Bozen - 1. Preis

1991

Der Vorschlag entspringt dem Wunsch, ein rigides Volumsbehältnis zu definieren, das dazu befähigt ist, sich durch eine einfache und stille Klarheit im äusseren zu behaupten, aber auch in der Lage ist, in dessen Innerem die Komplexität einer aktiven und lebendigen Struktur zu entwickeln; wo die "Mauer" die Rolle als Schnittstelle zwischen zwei Realitäten darstellt: eine äussere in urbanem Massstab, mit der man in Dialog treten, sich aber auch "beschützen" kann, um die eigenen Identität geltend zu machen und eine innere, die als Treffpunkt einladend wirkt. Das Projekt der neuen Messe, das als bauliche Lösung seinen Anfang hatte, um den ausstellungs- und messetechnischen Erfordernissen der Stadt Bozen einen passenden Ort zu verleihen, hat sich im Laufe der Jahre zu einer stadtbautechnischen Massnahme in grossen Stil entwickelt. Die städtebaulichen Entscheidungen hatten die Messe in einem anonymen Baulos des Industriegebiets ausgemacht und erst infolge der Notwendigkeit, auf diesem Gebiet auch den im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Eishockey nötigen Eispalast unterzubringen, wurde ein Prozess der Veränderung dieses Gebietes in die Wege geleitet, der durch die Realisierung der Haltestelle der Eisenbahn, der unterirdischen Garage, des grossen Eingangsplatzes, der Fussgängerzone und des Radweges und letztlich auch durch das Hotel vervollständigt worden ist, wobei das Gebiet in eine wichtige und zentrale Stelle verwandelt wurde, die im Dienste des gesamten regionalen Territoriums steht. Mit Roberto D’Ambrogio